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Aktuell 2019

Hauptversammlung 2019
Freitag, 8. März 2019

Zum Ehrenmitglied gewählt

Kürzlich trafen sich die Mitglieder des Naturschutzvereins Ebnat-Kappel und Nesslau im Restaurant Schöntal in Ebnat-Kappel zur Hauptversammlung. Der Präsident Andreas Weber blickte auf ein erfolgreiches Vereinsjahr zurück. Alle Anlässe waren sehr gut besucht und etliche Projekte konnten abgeschlossen werden. In Ennetbühl und Nesslau wurden Amphibien-Weiher, die am Verlanden waren, ausgebaggert. In Krummenau, im Naturschutzgebiet Rübach, bessere Lebensbedingungen für die Frauenschuh Orchideen geschaffen. In Ebnat-Kappel sind bei der Neuüberbauung - vorher befand sich dort die Gillgarage - künstliche Nisthilfen für Mauersegler in das Mauerwerk integriert worden. Bei so vielen Erfolgsmeldungen begreift man einen zufriedenen Vorstand, obwohl zwei Rücktritte zu vermelden sind. Cornelia Helbling ist mit ihrem eignen Verein stark belastet. Sie erhielt zum Abschied einen «Buurechoschtchorb». Seit 9 Jahren ist Ruth Jenni im Vorstand tätig. Als versierte Ornithologin leitete sie Kurse und Exkursionen. Zudem verwöhnte sie bei Arbeitseinsätzen die Mitglieder mit sehr feinen Zwischenverpflegungen. Sie erhielt einen Buntspecht und wurde mit grossem Applaus zum Ehrenmitglied gewählt. Neu für den Vorstand hat sich Ruedi Schmid aus Nesslau zur Verfügung gestellt. Bis anhin war er als Revisor tätig. Dieses Amt hat Felix Hauser aus Ebnat-Kappel übernommen. Das neue Vereinsprogramm ist sehr umfangreich mit dem Schwerpunkt «Biodiversität in der Garten- und Umgebungsgestaltung». Passend zu diesem Thema folgte abschliessend ein spannender Vortrag von der Biologin Corina Schiess mit dem Titel «Schmetterlinge im Siedlungsgebiet, ein Spiegel unserer Kulturlandschaft».

Paul Egli

Buntspecht
Ruth freut sich über den Buntspecht.
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Corina Schiess erhält für den tollen Vortrag einen Buurechoschtchorb.

Gemeinsam anpacken!
Samstag, 27. April 2019

Mitglieder des Naturschutzvereins Ebnat-Kappel und Nesslau trafen sich am 27. April in Ennetbühl, Seeben. Die Laichwanderung war vorbei und der Froschzaun entlang der Schwägalpstrasse konnte abgebrochen werden. Der Zaun leitet jedes Jahr zirka 3000 Grasfrösche zu einer Strassenunterquerung, die zum Laichgewässer führt. Dieser Seebenweiher war am Verlanden und wurde deshalb bereits im letzten Herbst ausgebaggert.
Eine zweite Gruppe traf sich im Naturschutzreservat Rübach, oberhalb von Krummenau. Jeder Winter hinterlässt im Gelände seine Spuren und deswegen werden im Frühling Gehwege und Trittstufen ausgebessert. Der steile Waldhang bei der Lütismühle war 1952 der eigentliche Gründungsgrund des Vereins. Bemerkenswert ist die grosse Pflanzenvielfalt im Areal. Zwischenzeitlich sind die Bäume jedoch grösser geworden und die Pflanzenvielfalt hat gelitten. Besonders die Frauenschuhorchideen wurden zu stark beschattet. Deshalb ist nach gründlichen Abklärungen mit Fachpersonen und den zuständigen Amtsstellen der Wald gelichtet worden. Die gefällten Bäume transportierte ein Helikopter aus dem stotzigen Gelände. Zurück blieben viele Äste. Zu Haufen geschichtet bieten sie nun ideale Lebensräume für Kleintiere. Allerdings war dieses Ästebeigen eine Plackerei und alle waren froh, dass inzwischen die Seebengruppe zurück war und ebenfalls anpackte. Um 13.00 Uhr folgte der gemütliche Teil. Heisser Kaffee und ein reich gedeckter Tisch liessen die Strapazen schnell vergessen.

Paul Egli


Froschzaun
Der Froschzaun wird zusammengerollt.
Asthaufen
Die Äste werden in den Wald getragen und zu Haufen geschichtet.


.... mit und ohne Dornen
Samstag, 11. Mai 2019

Mehr als Kaktus

Mitglieder und Gäste des Naturschutzvereins Ebnat-Kappel und Nesslau besuchten die Sukkulenten-Sammlung in Zürich. Nach dem Bahnhof Stadelhofen folgte ein gemütlicher Spaziergang durch den prächtigen Baumbestand der Parkanlage Arboretum. Trotz des trüben Wetters konnten ebenfalls einige interessante Wasservögel beobachtet werden. Bei der Sukkulenten-Sammlung Zürich angekommen wartete bereits Urs Eggli. Man merkte sofort, der Botaniker war in seinem Element und bereit für die Führung. Am Anfang vermittelte er Basiswissen. Sukkulenz «von lateinisch succus = Saft» bezeichnet Gewächse, die fähig sind in den Pflanzenorganen Wasser zu speichern. Dieses wird später während der Trockenzeit für das Wachstum verwendet. Die Pflanzen sind zudem mit einer dichten Haut gut gegen Wasserverlust geschützt. Bei den Sukkulenten bilden die Kakteen nur eine kleine Gruppe. Verschiedene Pflanzenfamilien, wie zum Beispiel fast alle Dickblattgewächse, bei uns die Hauswurz- oder die Mauerpfefferarten, sind sukkulent. Rund 25'000 Einzelpflanzen aus über 6500 Arten werden in den Gärten sehr attraktiv präsentiert und der Besuch hatte sich gelohnt, denn Urs Eggli vermittelte den Teilnehmenden hervorragend, wie sich die Sukkulenten über Jahrtausende zu raffinierten Überlebenskünstler entwickelt haben, um so den widrigsten Umwelteinflüssen die Stirn zu bieten. Im Zeichen des Klimawandels würde es sich lohnen, bei unserer Lebensweise, aber auch bei der Planung von verschiedenen Umweltprojekten, diesen Erfahrungsschatz einzubeziehen. Es wäre ein Gewinn für alle.

Paul Egli   

Kakteen, Sukkulenten
Urs Eggli
Sukkulenten Sammlung
Alles ist sehr schön präsentiert.


Entdecken und staunen!
Freitag, 24. Mai 2019

Unter diesem Titel lud der Naturschutzverein Ebnat-Kappel und Nesslau am Freitagabend, 24.5.2019, zur Besichtigung der naturnah gestalteten Umgebung der Firma Alder & Eisenhut ein. Zu entdecken und bestaunen gab es denn auch vieles für die etwa 25 Naturinteressierten, die Reto Zingg von der gleichnamigen Ökoberatung und sein Mitarbeiter, der Biologe Lukas Lischer, kenntnisreich durch das vielseitige Gelände führten. Der Anlass war der Artenvielfalt gewidmet und vermittelte auch, was in Gärten oder anderen unversiegelten Flächen diesbezüglich machbar ist.
Als 2016 die neue Lagerhalle erstellt wurde, wurde als Ausgleich für die überbauten Flächen mit der Schweizerischen Stiftung für Vogelschutz SSVG vereinbart, die verloren Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu ersetzen. Seither gedeihen selten gewordene Arten auf den verschiedenartigen Böden.
In der Rabatte mit Flusssteinen wachsen trockenheitsliebende Pflanzen von Ackerhornkraut bis Ziest, während die Böschung zur Thur mit ihren Sträuchern und Bäumen Girlitz, Bergstelze und anderen Vögeln Unterschlupf bietet. Mauersegler zogen heuer zum 2. Mal in von Lehrlingen gebauten Nistkästen ein. Auf der Buntbrache nördlich des Thurwegs liessen sich bei genauerem Hinsehen viele verschiedene, meist noch nicht blühende Pflanzen entdecken. Als wortwörtlichen Höhepunkt führte Kurt Schneider (Alder & Eisenhut) zum Schluss zum begrünten Flachdach, wo derzeit v.a. der Wundklee blüht. Die erhofften Orchideen sind noch nicht eingezogen, aber Reto Zingg meinte zuversichtlich: „in der Natur muss man Geduld haben“.

Christa Wellauer


Steine, Kies, Sand, Schottergarten
Auf Kies- und Sandflächen zwischen den Flusssteinen gedeihen einheimische Pflanzen, die gerne mageren Boden haben.
Thur, Wiese, Magerwiese, Steine, Fluss
Beidseitig der Thur sind ideale Bedingungen für die Natur geschaffen worden.


Vieles ist möglich!
Samstag, 1. Juni 2019

Der Naturschutzverein fördert die Biodiversität im Siedlungsraum

Im Sinne von „zuerst vor der eigenen Haustüre kehren“, möchte der Naturschutzverein Ebnat-Kappel und Nesslau die Einwohner dazu motivieren, ihre Gärten, Terrassen und Balkone naturnäher zu bepflanzen und die Schuld am Insektensterben nicht nur der Landwirtschaft in die Schuhe zu schieben. Was „naturnah“ oder das oft zitierte Wort „Biodiversität“ (Mission B der SRG!) bedeutet, zeigte der Verein in der Liegenschaft der ehemaligen Tierärzte Barbara und Ruedi Eugster im Bühl, Nesslau. Ruedi Eugster, die Gärtner Bruno Rogger und Roland Tschofen, der Neophytenspezialist Hans Elmer und ich als Vereinspräsident führten die 30 interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum erst kürzlich sanierten Amphibienweiher, zur vermutlich wertvollsten Hecke von Nesslau, entlang einer vielfältigen Blumenwiese sowie zu einem alten Obstgarten. Liegengebliebene Asthaufen oder ein Steinhaufen, wo Eugsters Eidechsen beobachteten, gehörten ebenso zum Rundgang.
Immer wieder beobachtet man Grünflächen mit einem Rasen, auf dem ein Mähroboter herumfährt, obwohl diese Fläche kaum noch betreten wird. Gegen die Natur gearbeitet sind auch die Steingärten mit Schottersteinen und einigen exotischen Pflanzen. Dies sind zum Beispiel Flächen, auf dem eine artenreiche Magerwiese oder eine kleine Hecke gedeihen könnten. Nur schon der einheimische Weissdorn bietet mit seinen weissen Blüten unzähligen Insekten Nahrung, die wiederum vielen Vogelarten als Nahrung dient. Im Spätsommer helfen dann seine Früchte den beerenfressenden Vögeln zu überleben.
Wer sich für gute Ideen und Tipps interessiert, kann beim Naturschutzverein Infomaterial beziehen.

Andreas Weber

steine, Wurzelstöcke, Tschofen,
Roland Tschofen empfiehlt mit grösseren Steinen oder ganzen Wurzelstöcken die Uferlinie zu verlängern.
Obstgarten, Hochstmm, Bäume, Eidechsen
Im alten Baum- und Obstgarten.

Am Dorffest dabei!
Samstag, 29. Juni 2019
Wildpflanzen, Nesslau, Naturschutzverein
Standaktion am Dorffest in Nesslau
Wildpflanzen, Bienenweide, Biodiversität
Wildpflanzen und Informationsmaterial wurden verkauft oder verteilt.

Weidenkünstler/innen gesucht!
Samstag, 20. Juli 2019
Weiden, Skulpturen, Kunst, Ebnat-Kappel
Frohes Weidenschneiden
Weiden, Gesichter, Kunst, Ebnat-Kappel
Mit der Arbeit zufrieden!